Bau-Lexikon

BEG

Auch bekannt als: Bundesfoerderung effiziente Gebaeude

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist seit 2021 das übergeordnete Förderprogramm der Bundesregierung für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Sie hat die früheren Programme der KfW und des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gebündelt und vereinfacht. Wer 2026 ein Haus baut oder saniert, kommt an der BEG kaum vorbei.

Die BEG umfasst drei Hauptkategorien. BEG EM (Einzelmaßnahmen) fördert einzelne energetische Maßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch oder Lüftungsanlagen. Grundförderung 15 Prozent der förderfähigen Kosten plus 5 Prozent iSFP-Bonus, Förderbasis bis 60.000 Euro pro Jahr und Wohneinheit. BEG WG (Wohngebäude) fördert die Sanierung zum Effizienzhaus-Standard mit zinsverbilligten Krediten bis 150.000 Euro und Tilgungszuschüssen. BEG NWG (Nichtwohngebäude) ist die entsprechende Linie für gewerbliche Bauten.

Was förderfähig ist: Energetische Maßnahmen wie Außendämmung, Dachdämmung, Kellerdeckendämmung, Fenster- und Türentausch, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, hydraulischer Abgleich der Heizung. Auch Anlagentechnik (außer Heizung, die läuft über KfW 458) wie Lüftung, Sonnenschutzsysteme, Verschattungstechnik. Energieberater-Honorare werden zur Hälfte gefördert.

Was nicht förderfähig ist: Heizungsanlagen (siehe KfW 458), reine Bauteilreparaturen ohne Effizienzgewinn, nicht-energetische Modernisierungen, Bauteilkomponenten zur Verbesserung der Wohnqualität ohne energetische Wirkung.

Antragstellung: Antrag VOR Auftragsvergabe bei der KfW oder BAFA, je nach Maßnahme. Du brauchst einen zertifizierten Energieberater, der die Maßnahme plant und nach Umsetzung die fachgerechte Ausführung bestätigt. Ohne Energieberater-Begleitung keine BEG-Förderung möglich.

Höchstbeträge: Die Förderbasis ist 60.000 Euro pro Jahr und Wohneinheit. Wer Sanierung über mehrere Jahre splittet, kann mehrfach davon profitieren. Praxis-Tipp: Über 3 Jahre splitten ist oft strategisch sinnvoll, weil 3 x 60.000 = 180.000 Euro Förderbasis, was 36.000 Euro Zuschuss bringt.

Förderbedingungen können sich ändern, daher vor jedem Antrag aktuelle Konditionen prüfen.

Quellen & weiterführende Links